Wir sind der osten. Osten ist die neue Ost

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Wir sind der osten

Sachen, an die man sich gern erinnert. FĂŒr den Osten selbst wĂŒnsche ich mir mehr Selbstbewusstsein, weniger in Form von Nationalstolz, mehr als SelbstverstĂ€ndnis vor dem Hintergrund der letzten 30 Jahre. Christian Bollert: Wir erhoffen uns von der Initiative eine bessere Darstellung der verschiedenen und vielseitigen Biographien ostdeutscher Menschen. Dabei gibt es genĂŒgend Beispiele fĂŒr kreative Köpfe aus den neuen BundeslĂ€ndern, schreibt Christian Bollert. Denn es sind genau diese resilienten kleinen Gemeinschaften, die uns auch bei den drĂ€ngenden ökologischen Problemen der Jetzt-Zeit helfen können — und nebenbei wieder mehr Verbundenheit herstellen.

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Wir sind der Osten

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Dass sich die Erwachsenen eben so durchschlagen, dass das Geld immer knapp ist, dass die Wohnblocks immer leerer werden, dass alle sich eben so durchlavieren — und dass es irgendwie weitergeht. Auf unserer Website findest du die BeweggrĂŒnde, persönliche Schicksale sowie WĂŒnsche und Forderungen fĂŒr Ostdeutsche und Ostdeutschland. Auf der Seite gibt es Geschichten von Menschen, die geblieben sind, die gegangen sind und von Leuten, die wieder zurĂŒckgekommen sind. Doch nicht nur das: Der Blick auf Ostdeutschland ist hĂ€ufig negativ konnotiert. Es war der ökonomische Mangel. Ich musste aus Berlin raus, es hat sich zu viel zu schnell geĂ€ndert.

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sind der will Mut machen

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Aus ihrer Sicht könnten die massiven gesellschaftlichen VerĂ€nderungen nach dem Mauerfall auch beim aktuellen digitalen Wandel von Arbeitswelt und Gesellschaft wichtig sein. Warum sind viele Ostdeutsche latent nationalkonservativ? Im jetzigen Job habe ich die Möglichkeit, einen Marketingkanal aufzubauen und somit einen wichtigen Baustein im Wachstum meines Unternehmens zu sein. Wir erhoffen uns mehr gegenseitiges VerstĂ€ndnis und genaueres Zuhören. Das wird den meisten Menschen so gehen, doch das könnte sich Ă€ndern. Mit möchten sie die Ostdeutschen in den Fokus rĂŒcken, die etwas zum Positiven verĂ€ndern. In den letzten Jahren ist viel lamentiert und geschimpft worden.

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Joe Rilla

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Damit sind die schon beschriebenen dramatischen VerĂ€nderungen Anfang der 1990er Jahre gemeint. Ab heute sind auf der Webseite alle Ostdeutschen, die sich fĂŒr die Gesellschaft, die Demokratie oder eine gemeinsame Zukunft engagieren, eingeladen, ihre eigene Geschichte zu erzĂ€hlen. Sie möchten dieser negativen Darstellung etwas entgegensetzen und die andere Seite Ostdeutschlands zeigen. Noch am gleichen Tag melden sich bei ihr viele Leute mit VorschlĂ€gen und Impulsen. Das liegt auch an der Berichterstattung ĂŒber Ostdeutschland, die vor allem auf Probleme fokussiert ist.

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Greta Taubert

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Es verbrieft, dass da mal etwas war, dass es jetzt nicht mehr gibt: eine Idee, ein System, eine ErzĂ€hlung. Die allermeisten sind dabei auch nach Niederlagen und Verlusten immer wieder aufgestanden und haben kluge Lösungen gefunden. Die Initiative rĂ€umt mit Klischees auf und macht die Mehrheit jener Menschen sichtbar, die bislang entweder nicht gesehen wurden oder bewusst zu ihrer Herkunft geschwiegen haben. Wir erzĂ€hlen Geschichten, zeigen Orte, verschaffen Einblick. Wir sind der Osten — Wir gestalten die Zukunft Die Wiedervereinigung hat uns geprĂ€gt.

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Es geht um all die Ostbands, die man damals gerne gehört hat und heute noch gern hört. ZurĂŒckgekehrt bin ich, weil ich mit dem Abstand von Kilometern und Jahren gemerkt habe, dass mir Berlin fehlt, es schlicht meine Heimat ist. In ihr reift die Idee, ostdeutschen Macherinnen und Machern ein Gesicht und eine Plattform zu geben. Frank Wedler zitiert in dem Song geschickt viele Ostrock-Hits. In den vergangenen 30 Jahren ist viel fĂŒr die Wiedervereinigung getan worden, egal ob Infrastrukturförderprogramm oder die zahllosen Vorzeigeprojekte, welche die LebensverhĂ€ltnisse angleichen sollen.

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Start des Projekts sind der

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Christian Bollert: In den vergangenen 30 Jahren ist viel fĂŒr die Wiedervereinigung getan worden, von Infrastrukturförderungen bis zu unzĂ€hligen Vorzeigeprojekten, welche die LebensverhĂ€ltnisse angleichen sollen. In meinem vorherigen Job habe ich ein Team geleitet und habe versucht, jeden einzelnen zu fordern und zu fördern, damit sie als Individuen, aber auch zusammen auch als Team besser werden, nicht nur im fachlichen Sinn. Drei Generationen, drei Ideologien, drei UntergĂ€nge. DafĂŒr muss man sich nicht schĂ€men. Aber genau das ist das Spannende unserer Initiative, auch dieses Bild ist ĂŒberhaupt nicht einheitlich. Als ich einmal mit meiner ganzen Familie am Esstisch saß, ist mir aufgefallen, dass alle meine Vorfahren einen Systemwechsel miterlebt haben. Es gibt eine Tendenz, ĂŒber Ostdeutschland immer dann zu berichten, wenn es um Probleme geht, nĂ€mlich wirtschaftlicher Art oder um das Thema Rechtsextremismus, ĂŒber die vielen positiven und guten Seiten wird dagegen sehr wenig berichtet.

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